Wenn es saftelt

Mit dem Frühling kehrt der Saft in die Rebstöcke zurück. Er gibt ihnen die nötige Biegsamkeit. Geht man zu früh in den Weingarten um die nach dem Winterschnitt stehen gelassenen Strecker zu biegen und zu binden, brechen sie ab. Das will ich natürlich vermeiden. Also wurde Anfang April gebogen und gebunden. Dazu hatte Alfred sein Spezial-Werkzeug dabei (davon gibt es bekanntlich viele im Weinbau). Eine Art Klammer und Zubinder in einem. Das folgende Video führt es Euch vor Augen.

Wozu binden?

Die Strecker mit ihren Augen, aus denen die jungen Triebe entstehen, bilden sozusagen die Basis der Laubwand für das bevorstehende Vegetationsjahr. Die Rebe klettert, ganz wie ihre Verwandten – die Rosengewächse – gerne dem Himmel entgegen. Falls ich die Strecker nach oben schauend belassen hätte, müsste ich mir zur Erntezeit die Trauben aus einem riesigen grünen, wahrscheinlich fast undurchdringlichen Busch holen. Naja, zumindest stelle ich mir das jetzt vor, da ich es noch nie gesehen habe. Wäre mal was zum austesten 😉

Also bleibt mir das Binden und die Vorfreude auf die grüne und dann hoffentlich blaue Pracht!

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